RSV-Jahresrückblick 2025

Ein bewegtes Jahr 2025 mit zigtausend Kilometern auf Rennrädern, Mountainbikes und E-Bikes liegt hinter den aktuell 85 Mitgliedern des Radsportvereins Mönchweiler. Höhepunkte des Vereinsjahres waren die Einweihung des Bike-Parcours am 5. Juli und die achttägige Etappenfahrt über 802 Kilometer von Mönchweiler an den Gardasee. Die regelmäßigen Samstag-Ausfahrten der Rennrad-Gruppe über 80 bis 100, bisweilen auch mehr als 150 Kilometer, sind Kult.

Jahreshauptversammlung: Der RSV Mönchweiler, 2003 gegründet, ist ein lebendiger Verein mit aktuell 85 vitalen Frauen, Männern und Kindern, die auf dünnem Pneu oder dicken Stollenreifen ihrem Sport frönen. Ein Verein mit einer verlässlichen Führung: Vereinschef Hartmut Capteina, der den RSV ebenso unaufgeregt wie zielstrebig seit 13 Jahren führt, wurde bei der Jahreshauptversammlung am 7. März einstimmig und mit Applaus in seinem Amt bestätigt.

Trainingslager in Cesenatico: Das Trainingslager der RSV-Rennradfahrer vom 4. – 13. April ist zu Beginn des Radjahres ein hochwillkommener „Arbeits“-Urlaub. Die Aufgabe, dutzende knackige Pässe, rund 860 Kilometer im Rennradsattel und zigtausend Höhenmeter zu bewältigen, meistern drei hochmotivierte Frauen (Luise, Edelgard und Andrea) und 14 Männer mit Bravour. Ein Jahr nach dem ersten RSV-Gastspiel im italienischen Adria-Städtchen Cesenatico sind die Ausfahrten im welligen Hinterland der Emilia Romagna und auf knackigen, bis zu 20 Prozent steilen Asphalt-Himmelsleitern, erneut ein Genuss. Der Himmel präsentiert sich azzurro, die Sonne strahlt, die Frühlingsluft ist allerdings noch kühl und der Wind in Böen auch mal heftig. Wir erleben ein Freiluft-Abenteuer ohne Stürze und Pannen, in bester Stimmung. Ein Abenteuer, das es ohne Top-Organisator Horst Kopp und seine Frau Luise nicht gegeben hätte: Die zwei kümmern sich vom Transport (Anreise mit einem Sprinter, der alle Räder „packt“ und einem Neunsitzer) über die Hotelbuchung bis zur detaillierten Radtour-Routenplanung einfach um alles!

Foto: Dem Frühling auf der Spur in Cesenatico

Bike-Parcours: Am Samstag, 5. Juli, wurde der Bike-Parcours des RSV Mönchweiler im Gifizenmoos-Wald von Mönchweilers Bürgermeister Rudolf Fluck offiziell eröffnet. Rund 50 freudestrahlende Eltern, Kinder, Omas und Opas kamen zum RSV-Eröffnungsfest, genossen Wurst und Weck und bestaunten den Parcours, auf dem es spektakuläre Sprünge und rasante Drifts in engen Kurven zu sehen gab. Neues Prunkstück des fünf Kilometer langen und für jedermann offenen MTB-Parcours, auf dem es knifflige Singletrails zu bewältigen gilt, ist jetzt die neue Downhillstrecke: Ein ins Weichbild der Landschaft modellierter Kurs, rund 400 Meter lang, gespickt mit Rollern, Wellen, Sprüngen, radikalen und moderaten Kurven, der sowohl MTB-Könner als auch Hobbyfahrer anspricht und fordert. Für die jüngsten Mountainbiker gibt es daneben einen kindgerechten Kurs, der auf einer Wippe und einer Brücke spielerisch das Balancegefühl fördert. Die Planung für die Strecke begann vor drei Jahren. Auf einer von Frühjahrs- und Herbststürmen gerodeten Lichtung wurde aus der Idee in vielen hundert Arbeitsstunden schweißtreibender Schaufelarbeit eine attraktive MTB-Abfahrtsstrecke. Mit einem Radlader, Schaufeln und Rechen, Hacken, Pickeln und Freischneidern wurde ein Kurs gebaut, der mit der Landschaft verschmilzt. Jung und alt, Kinder, Eltern und viele engagierte Senioren-Radfahrer des RSV um Vereinschef Hartmut Capteina, haben immer wieder Hand angelegt, um den Bike-Parcours fahrbereit zu präsentieren. Ohne zwei herausragende Männer wäre diese Arbeit nicht zu leisten gewesen: Horst Kopp und Günter Keller planten und tüftelten und sind mit ihrem unaufgeregtem und zupackenden Können die Väter des Projekts Bike-Parcours.

Foto: Eröffnung des Bike-Parcours durch Bürgermeister Rudolf Fluck (links) und RSV-Vereinschef Hartmut Capteina.

Kindertraining: Ohne Jugend keine Zukunft. Günter Keller kümmert sich von Mai bis Oktober immer mittwochs um den MTB-Nachwuchs des RSV Mönchweiler, unser neuer Jugendtrainer Lion Hirsch zeigt den Kids am Freitag Tricks und Kicks. Bis zu zehn Mädchen und Jungs lernen dabei ebenso spielerisch wie zielgerichtet, ihr Mountainbike zu beherrschen – auf dem Bike-Parcours des RSV und/oder bei gemeinsamen Ausfahrten über Stock und Stein rund um Mönchweiler.

Etappenfahrt zum Gardasee: 802 Kilometer auf Asphalt, mal glatt, mal ruppig und rund 12 000 Höhenmeter erwartete 13 RSV-Radler vom 11. bis 20. Juli bei der Rennrad-Etappenfahrt von Mönchweiler nach Riva del Garda. Sonne satt ist bei so einer Tour natürlich erwünscht, doch nach drei Etappen über Ravensburg, Weißenbach am Lech und Sölden hat es uns dann doch ordentlich erwischt. Die 25 Kilometer lange Auffahrt von Sölden hinauf zum Dach der Tour erlebten und erlitten wir am vierten Tour-Tag bei böigem Wind im Dauerregen. Am Sehnsuchts-Zwischenziel, dem 2500 Meter hohen Timmelsjoch jagten am 14. Juli bei 5 Grad plus Graupelschauer über Räder und klatschnasse RSV-Radler. Die Abfahrt Richtung Südtirol wurde zur Zitterpartie, mit klammen Fingern und klappernden Zähnen. Zwei Stunden nach dem Downhill-Start am Timmelsjoch sind wir in einer anderen Welt. In Algund strahlt die Sonne, Schloss Tirol wirft einen mächtigen Schatten, das Thermometer zeigt 30 Grad. Der Ruhetag in Meran ist hochverdient und tut uns allen gut. Was danach folgt, ist Radler-Genuss pur. Über den Mendelpass und San Lorenzo, zügig, manchmal pronto subito, erreichen wir Riva del Garda. Die Stadt ist proppevoll mit Touristen. Entspannende Belastung genießen wir bei der finalen Rad-Klettertour auf den Monte Baldo mit traumhaftem Blick auf den 1000 Meter unter uns glitzernden Gardasee. Und wer hat uns das Ganze beschert? Natürlich Horst Kopp, unser Denker, Planer, Lenker. Mensch Horst, Danke !!!!!!

Foto: Hochmotiviert am Gardasee

Kinderferienprogramm: 17 Kinder hatten am 14. August viel Spaß beim Kinderferienprogramm des RSV. Vereinschef Hartmut Capteina, Parcours-Bauer Günter Keller, Streckenguide Peter Freigang und Chef-Würstlebrater Wolfgang Nerlinger sorgten bei hochsommerlicher Hitze für einen rundum gelungenen Rad-Nachmittag auf dem MTB – und wurden mit hellem Kinderlachen und strahlenden Augen belohnt. Vor dem Tennisheim hatte Günter Keller einen fairen Rundkurs aufgebaut, der die acht bis 13 Jahre alten Kinder forderte: Beim einhändigen Fahren, beim Flaschenbalancieren (- und werfen), an einer langen Kette weite Kreise ziehend. Auf dem RSV-Bikeparcours galt es danach Ausdauer auf den Trails und Mut bei der Fahrt über die Downhill-Buckel zu beweisen.

Foto: Starker Auftritt beim Kinder-Ferienprogramm

Die Radfahrer des RSV Mönchweiler waren 2025 gern und viel in Bewegung. Das soll so bleiben. Auch 2026. Wir danken allen unseren Freunden, Gönnern und Sponsoren und wünschen allen Mönchweiler Bürgern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr! Bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

Ihre Radfahrer des RSV Mönchweiler

Text und Fotos: jb

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