Ein Trainingslager im März oder April, das ist für viele ambitionierte Hobby-Rennradfahrer des RSV Mönchweiler alljährlich ein freiwilliges Vorbereitungs-Muss in Vorfreude auf viele Jahreskilometer. Wo? Es muss nicht immer Mallorca sein. Und auch nicht Cesenatico. Flugreisen lassen sich vermeiden, zehnstündige Autofahrten in die Emilia Romagna auch. Radfahrer-Träume kann man auch nah‘ der Heimat ausleben.
Ein Rad-Trainingslager im Markgräflerland? Im April? Zugegeben, es war ein gewagtes Experiment, das Horst Kopp, unser langjähriger Chef-Tourenplaner, Hotel-Bucher und auf Tour in jeder Situtation routinierter Problemlöser, sich da ausgedacht hatte.












Einrollen im Breisgau, während womöglich im Schwarzwald noch Schnee liegt. Geht das? Und wie das geht! Ganz ohne Schnee. Experiment geglückt heißt es für 13 Rennradler:Innen des RSV nach einem sonnenüberstrahlten Rad-Trainingslager vom 18. – 26. April in Staufen. Die Stimmung war bestens, das Wetter traumhaft. Die Strecken boten an acht Trainingstagen alles, von tellerflach bis zum 20-Prozenter. Die Routen: abwechslungsreich, oft spektakulär mit atemberaubenden Ausblicken.
Im Gästehaus Kaltenbach, hoch über Staufen mit Blick auf die Rheinebene gelegen, hatten Horst und Luise Kopp für uns alle bequeme Zimmer gebucht. Frühstück inklusive.
Auf dem Rad gab‘s Vergnügen von zehn Uhr morgens bis zum frühen Abend. Wir erlebten acht Tage Sonnenschein, morgens erfrischend kühl, nachmittags ab Wochenmitte über 20 Grad. Horst hatte ein beeindruckendes Touren-Programm aufgelegt, mit Streckenlängen zwischen 80 und 150 Kilometern. Soll heißen: ein „Hunderter“ war im Prinzip an jedem Tag drin, mit Ausfahrten in alle Himmelsrichtungen, über den Tuniberg, rund um und auf knackigen Anstiegen über den Kaiserstuhl, ins Elsass und bei der 150 Kilometer langen Königsetappe auf den 1400 Meter hohen Grand Ballon in den Vogesen. Oder durchs Unteribental auf schmalen Sträßchen hinauf nach St. Peter und bei böigem Gegenwind hinunter ins Glottertal, mit einem Schlenker über den Kaiserstuhl zurück nach Staufen. Und natürlich über Kandern hinauf zum Hochblauen. Als Krönung der Woche wartete am Samstag, 25. April ein Radtag wie gemalt, mit einem fordernden Aufstieg über Münstertal hinauf Richtung Kreuzweg, hinein in eine rasante Abfahrt und über Wembach in stetigem Auf und Ab an den Hängen des Südschwarzwalds entlang bis nach Kandern.
Was bleibt, sind langanhaltende Glücksgefühle und Dankbarkeit. Experiment geglückt.
Mensch Horst, es war einfach subbber!!!!
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